5. bis 7. Mai in Köln - Congress-Centrum West - Koelnmesse

56. Ord. Bundesparteitag der FDP


56. Ordentlicher Bundesparteitag der FDP hat begonnen

Brüderle eröffnet die "liberalen Freiheitstage"

Rainer Brüderle
Rainer Brüderle
Zum Auftakt des 56. Ordentlichen Bundesparteitags der FDP hat der stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende Rainer Brüderle die liberalen Delegierten am Donnertagmittag in der Kölnmesse begrüßt. "Willkommen in Köln, willkommen in dieser schönen liberalen Domstadt am Rhein", rief Brüderle den 662 Delegierten und rund 1000 Gästen zu. Beim dreitägigen Parteitag stehen turnusgemäß die Wahlen zum Präsidium und Bundesvorstand an. Weitere Grußworte kommen von Andreas Pinkwart in seiner Rolle als Chef des gastgebenden FDP-Landesverbandes NRW und vom Oberbürgermeister der Stadt Köln, Fritz Schramma.

FDP-Parteivize Rainer Brüderle wünschte den Delegierten in seiner Begrüßungsrede ein gutes Gelingen des Parteitags. Er begrüßte den FDP-Ehrenvorsitzenden Otto Graf Lambsdorff und den ehemaligen FDP-Außenminister Klaus Kinkel. Die beiden FDP-Ehrenvorsitzenden Hans-Dietrich Genscher und Walter Scheel werden als Gäste des Parteitags später erwartet. In der anschließenden Totenehrung würdigte Brüderle insbesondere den im vergangenen Jahr verstorbenen FDP-Schatzmeister und Bundestagsabgeordneten Günter Rexrodt.

Kämpferische Worte richtete Brüderle an die "liberalen Freiheitskämpfer" im großen Saal der Kölnmesse: Es müsse "endlich Schluss sein mit den Lebenslügen in dieser Republik". Und im Gegensatz zu Rot-Grün, die immer den anderen die Schuld geben würden, sei mit der FDP der Weg aus der deutschen Misere möglich. "Es geht um Brot- und Butterthemen und nicht um grüne Luxusthemen", so Brüderle und nannte die oberste Priorität für das Land: "Arbeit, Arbeit und nochmals Arbeit". Das Ziel der Liberalen nannte der FDP-Parteivize am Ende seiner flammenden Rede: "Erst in NRW aufräumen und dann in Berlin Deutschland neu ordnen." Denn Deutschland dürfe nicht zum "FC Banananrepublik" werden. Die Politik des Staates müsse sich wieder nach den Bürgern richten, der Staat müsse wieder auf seine Kernkompetenzen zurückgeführt werden, betonte Brüderle. Der Bundesregierung fehlten hingegen die Prinzipien. Sie sei nur bestimmt von Kurzatmigkeit und Hektik im Handeln.

In diesem Jahr stellen prominente Gastredner auf dem FDP-Parteitag einen weiteren Höhepunkt dar: Der frühere US-Außenminister Henry Kissinger und der ehemalige Präsident des Bundesverfassungsgerichtes, Paul Kirchhof, werden am Donnerstag und Freitag zu den delegierten sprechen. Kissinger Auftritt erfolgt anlässlich des 60. Jahrestages des Endes des 2. Weltkrieges. Und Kirchoff gilt als "Kronzeuge" für die Forderung nach einer dringend notwendigen Steuerreform in Deutschland.

Die Delegierten erwartet vor allem auch eine programmatische Marathondebatte von 17 Stunden Dauer. Auf dieser Parteitagsseite werden Sie fortlaufend aktuell über das Geschehen in Köln informiert. Wer also nicht vor Ort sein kann, hat die Möglichkeit, das Geschehen nahezu "hautnah" mitzuerleben. Die FDP-Online-Redaktion, als Teil der Universum Gruppe auch verantwortlich für den Parteitagsauftritt, wird umfassend vom Bundesparteitag berichten.

Zu den Themenschwerpunkten des Parteitages gehören neben den turnusmäßigen Wahlen von Präsidium und Bundesvorstand auch die Wahl eines neuen FDP-Generalsekretärs. FDP-Parteichef Guido Westerwelle hatte den Heidelberger Bundestagsabgeordneten und liberalen Arbeitsmarktexperten Dirk Niebel für dieses Amt vorgeschlagen. FDP-Bundesvorstand und FDP-Länderchefs begrüßten die Personal-Vorschläge von Westerwelle bereits einstimmig.


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